Panchakarma Intensiv Kur für Diabetiker

Leiden Sie unter Diabetes Typ I oder II? Muss man vor dieser Krankheit kapitulieren oder kann man dagegen etwas unternehmen? 

Seit über 4000 Jahren beschäftigt sich der Ayurveda mit dieser schwierigen Krankheit. Diabetes mellitus ist heute eine Krankheit, unter der fast zehn Prozent der Bevölkerung leiden. Die Tendenz ist eindeutig steigend. 

Die Panchakarma-Intensiv- Kur für Diabetiker ist eine wirksame Alternative zur üblichen schulmedizinischen Behandlung mit blutzuckersenkenden Medikamenten und Insulinspritzen. Im Gegensatz zur Schulmedizin strebt der Ayurveda eine Heilung der Krankheit bzw. eine deutliche Senkung des Insulinbedarfs und eine Stabilisierung des Blutzuckerspiegels mit verbesserter Glukose-Toleranz an.

Ziel des ayurvedischen Programms ist die komplette Einstellung aller blutzuckersenkenden Mittel bei Diabetes Typ II; bei Diabetes Typ I versucht man, wenigstens den Insulinbedarf deutlich zu verringern. 

Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselerkrankung, die vor allem Menschen mit einer Kapha-Störung trifft. Wichtige auslösende Faktoren für Diabetes Typ II („erwachsene“ Form) sind das Fehlen organischer Mineralien und Bitterstoffe in der Nahrung, die Verschlackung von inneren Organen und die Vorliebe für stärkehaltige Kohlenhydrate in der Nahrung. Durch diese Faktoren kann es zu einer Dämpfung der Stoffwechselaktivität kommen, d.h. der Verzehr von Zucker und anderen Kohlenhydraten kann nicht optimal verarbeitet werden. 

Bei Diabetes Typ I (juveniler Typ) sind Entzündungen meistens die Ursache für die Entstehung der Krankheit. Diese Form von Diabetes ist in der Regel schwieriger zu behandeln als Typ II. Eine Reduzierung der gespritzten Insulinmenge ist aber oft erreichbar und kann den patienten viele Vorteile bringen. Es gibt auch Fälle, in denen Insulin komplett abgesetzt werden kann. Dazu sind eine intensivere Kur und Überwachung nötig. Gelingen kann das vor allem bei Patienten, die weniger als zwei Jahre insulinabhängig waren.     

Die gesundheitlichen Konsequenzen von Diabetes sind oft schwerwiegend. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenversagen, Alzheimer-Demenz und Erblindung sind einige der schweren Komplikationen, die auftreten können. Deswegen sollte jeder Diabetiker alles unternehmen, um wenigstens die Kollateralschäden zu verhindern. 

Zum Glück kann der Ayurveda Einfluss auf verschiedene Stoffwechselprozesse nehmen. Damit lässt sich die Regulierung des Blutzuckerspiegels oft verbessern. Dies geschieht in erster Linie durch eine Entgiftung und Entschlackung der inneren Organe und des Darms. Danach setzt man auf eine gezielte Stoffwechselbelebung. 

Ein besonders wichtiger Therapieansatz ist die Zufuhr von organischen Mineralien, Spurenelementen und Bitterstoffen. Sie wirken auf den Blutzuckerspiegel stabilisierend und erhöhen die Glukose-Toleranz. Hier verfügt der Ayurveda über einen großen Erfahrungsschatz an wirksamen Arzneimitteln gegen Blutzuckerschwankungen.

Unerlässlich: die innere Reinigung und Ausscheidung von Toxinen und Schlacken 

Bei der Panchakarma-Intensiv-Kur für Diabetiker werden verschiedene ineinandergreifende therapeutische Maßnahmen eingesetzt, um die inneren Organe von gespeicherten Toxinen, Schwermetallen und Unweltgiften zu befreien. Diese überflüssigen Toxine können wichtige Stoffwechselabläufe blockieren und bei bestimmten Konstitutionen zu Diabetes führen. 

Als erster Schritt wird der Darm abgeführt und von belastenden Schlacken befreit, damit das Immunsystem besser arbeiten kann. Das Immunsystem ist hauptsächlich im Darm angesiedelt und ist auf eine saubere Umgebung angewiesen, um optimal zu funktionieren. 

Der zweite Schritt ist die Umstellung auf eine sogenannte ketogene (kohlenhydratreduzierte) Stoffwechsellage während der Panchakarma-Kur. Anstelle der üblichen Kohlenhydrate wie Reis, Nudeln, Brot und Kartoffeln werden in erster Linie ausgewählte Fettsäuren und gesunde Fette zur Energiegewinnung eingesetzt. Zusätzlich werden inulinhaltige Kohlenhydrate verabreicht, die blutzuckerneutral verstoffwechselt werden. Diese ketogene Ernährungsweise habe ich über viele Jahre zusammengestellt und optimiert.  

Durch diese und andere Maßnahmen kann auf die Gabe von Insulin und anderen blutzuckersenkenden Arzneimittel bei Diabetes Typ II in der Regel schon während der Kur vollständig verzichtet werden. 

Wirklich verblüffend dabei ist die Tatsache, dass sich die Blutzuckerwerte bei Typ-II-Diabetes während der Kur innerhalb von ca. drei Tagen vollkommen normalisieren können. Damit lassen sich Insulin und andere Arzneimittel komplett abgesetzen. Ein Paradox? Laut Ayurveda nicht. Der Stoffwechsel kann nur dann reibungslos funktionieren, wenn der gesamte „Sand“ (z.B. überschüssige Schlacken, Toxine) aus dem „Getriebe” entfernt wurde. 

Viele Typ-II-Patienten waren völlig überrascht über ihren schnellen Fortschritt. Man erfährt eine tolle Befreiung, wenn man plötzlich ohne Insulinspritzen und andere Medikamente auskommt. 

Durch die ketogene Ernährungsweise wird die Bauchspeicheldrüse stark entlastet.  Damit können die mineralischen und pflanzlichen Arzneimittel intensiver auf die Stoffwechselorgane wirken. Durch das Heilfasten und die anschließende Umstellung auf die ketogene Ernährung wird die Bauchspeicheldrüse ruhiggestellt, eine wichtige Voraussetzung, damit sich dieses Organ regenerieren kann. 

Als Erstes erfreuen sich die Patienten stabiler Blutzuckerwerte ohne jegliche Schwankungen. Jetzt, wo weder Insulin noch andere Medikamente verabreicht werden müssen, kommen die Stoffwechselorgane endlich zur Ruhe. Das ist die Voraussetzung dafür, sie konsequent entgiften und entschlacken zu können. 

Panchakarma-Vorkur 

Während der Vorkur werden in der Regel kleine Mengen Ghee oder Kokosnussöl in Verbindung mit organischen Mineralien, Bitterstoffen und toxinbindenden Substanzen verabreicht. Diese Maßnahmen erleichtern die Durchführung des Heilfastens. Sollten Ghee oder Kokosöl unverträglich sein, werden Ersatzmittel eingesetzt. Durch die Gabe von Ghee, Kokosöl und anderen Wirkstoffen werden potenzielle Entgiftungskrisen und Hungergefühle im Keim erstickt. 

Die Vorkur erstreckt sich über sechs Tage. Während dieser Zeit wird normalerweise ein angenehmes Heilfasten-Programm durchgeführt. Die Patienten spüren in der Regel überhaupt kein Verlangen nach Essen. Sämtliche Hungergefühle werden durch die Gabe der speziellen Mittel und Tees im Keim erstickt. Therapeutisch gesehen ein enormer Gewinn! 

Die Patienten waren immer verblüfft darüber, wie leicht, mühelos und auch angenehm die Vorkur mit dem Heilfasten verlief. Sie empfanden sie als eine große Befreiung, weil sie für sechs Tage auf das Zählen von Broteinheiten, Insulinspritzen etc. verzichten konnten. Ein Gefühl von Losgelöstsein und Entspannung kann sich endlich ausbreiten. Trotz des Streichens der Arzneimittel bleiben die Blutzuckerwerte stabil! Eine neue Erfahrung für Patienten, die jahrelang gegen Blutzuckerschwankungen kämpfen mussten. 

Am Ende der Vorkur erfolgt eine weitere große Darmreinigung. Man erlebt dadurch ein Gefühl von innerer Säuberung und Frische. Die Beseitigung der Darmverschlackungen ist auch eine Voraussetzung dafür, dass die Nährstoffaufnahme während der Kostaufbauphase optimal gelingen kann. 

Panchakarma-Hauptkur 

Bei der Hauptkur steht am Anfang der Kostaufbau. Um die Blutzuckerwerte weiter zu stabil zu halten, werden hauptsächlich spezielle Kohlenhydrate verabreicht, die den Blutzucker-Insulin-Stoffwechsel kaum belasten. Dies geschieht in erster Linie durch die Gabe von inulinhaltigen Kohlenhydraten. 

Inulin (auch Alanstärke, nicht zu verwechseln mit Insulin) wird im Blutzuckerhaushalt verstoffwechselt und führt deshalb zu keinen nennenswerten Blutzuckerschwankungen. Inhulinhaltige Lebensmittel (z.B. Kräuter, Topinambur, Pastinaken) können anhand schnell zubereiteter Rezepte schmackhaft angerichtet werden. Alle Rezepte werden an die Patienten weitergegeben. 

Bitterstoffhaltige und mineralisierte Frischkost-Cocktails werden verabreicht wegen ihrer enormen stoffwechselbelebenden Wirkung. Spezielle nährende und wärmende Suppen mit Frischkost-Charakter können innerhalb von wenigen Minuten zubereitet werden und sind eine echte Alternative zu Fastfood. Leckere Nachtische unter Verwendung von Stevia-Süßblattkonzentrat ersetzen Zucker und Honig. 

Unsere Diabetiker-Patienten erhalten eine spezielle Schulung  während der Panchakarma-Kur, damit sie selbst in der Lage sind, schnell und mühelos die Zubereitung ihrer Nahrung zu übernehmen. Viele Gerichte lassen sich innerhalb von ca. fünf Minuten zubereiten. Als ehemaliger Diabetiker habe ich selber erfahren, wie wichtig wohlschmeckende, schnell zubereitete Kost für Patienten mit Diabetes ist. Auch heute bereite ich meine eigenen Mahlzeiten selbst zu, obwohl ich Diabetes längst besiegt habe. 

Rolle  von Bitterstoffen und organischen Spurenelementen

Neben inulinhaltigen Kohlenhydraten gibt es eine Reihe von bitterstoffhaltigen Gerichten, die von großer Bedeutung bei der Behandlung von Diabetes sind. Bitterstoffe kommen in der konventionellen Nahrung so gut wie nicht vor. Während der letzten Jahrezehnte wurden sie aus vielen Gemüsesorten herausgezüchtet. Es entstanden sogenannte hybride Gemüse-, Getreide- und Obstsorten, die kaum Bitterstoffe enthalten. Ein ernsthaftes Problem und eine Herausforderung für alle Patienten mit Diabetes mellitus. Ohne Bitterstoffe ist es schwierig, den Blutzucker zu stabilisieren!  

Auch eine Optimierung des Stoffwechsels kann nur mit der Zufuhr von Bitterstoffen gelingen. Sie können sowohl über die Nahrung als auch über pflanzliche Arzneimittel zugeführt werden. Sie sind deshalb so wichtig, weil sie ausgleichend und beruhigend auf alle Stoffwechselorgane wirken. Durch die Gabe von Bitterstoffen werden auch weniger Stresshormone wie Cortison und Adrenalin produziert. Weniger Stresshormone bedeutet eine geringere Entzündungsneigung. 

Bestimmte organische Spurenelemente sind für den Blutzuckerstoffwechsel unerlässlich. Schon vor 50 Jahren konnten Wissenschaftler feststellen, wie stabilisierend Spurenelemente, z.B. Vanadium und Chrom, auf den Blutzuckerspiegel wirken. Diese Forschungsergebnisse über Spurenelemente fließen mit in die Panchakarma-Intensiv-Kur für Diabetiker mit ein. In der Schulmedizin werden sie kaum beachtet. Viele organischen Spurenelemente kommen in der Nahrung kaum vor, weil fast alle Ackerböden heutzutage ausgelaugt sind. Ohnehin werden schnell wachsende Hybridpflanzen überall in der Landwirtschaft eingesetzt. Diese Pflanzen wachsen so schnell, dass sie kaum die Zeit haben, genügend Spurenelemente aus der Humusschicht aufzunehmen.   

Bei der Behandlung von Diabetes werden deshalb zusätzliche organische Spurenelemente neben den bewährten ayurvedischen Präparaten zugeführt, damit die Feineinstellung des Stoffwechsels besser ablaufen kann. 

Ich habe jahrelang an einem Ernährungssystem für Diabetiker gearbeitet und es weiterentwickelt. Vor 30 Jahren litt ich selbst an Diabetes und musste deswegen mein Studium für ein Jahr aussetzen. Ich begann eine intensive Suche nach Mitteln und Wegen, um die Krankheit zu überwinden. Durch die Entdeckung einer optimierten Ernährungsweise für Diabetiker ist es mir gelungen, meinen Blutzuckerspiegel zu stabilisieren. Es macht mir große Freude, diesen Erfahrungsschatz an meine Patienten weiterzugeben. 

Man sollte wirklich alles tun, um eine lebenslängliche Abhängigkeit von Insulin und anderen Arzneimitteln zu vermeiden, da die Nebenwirkungen teilweise verheerend und kumulativ sind. 

Insulin ist kein Allheilmittel 

Insulin ist nicht das Allheilmittel, als das es in den Medien und von der Medizin immer wieder dargestellt wird. Meistens steigt der Bedarf an Broteinheiten stark an, wenn man Insulin spritzt. Fett wird eingelagert und vermehrte Stresshormone werden abgegeben. Der Verschlackungsgrad des Körpers steigt. Durch die ständige Spritzerei fühlen sich viele wie gerädert. Man sollte deswegen alles tun, um den Gebrauch von Insulin entweder stark zu reduzieren (Typ I) oder sogar ganz zu eliminieren (Typ II). Es gibt Fälle von Typ-I-Diabetikern, die von einer Behandlung mit Insulin ganz freigekommen sind.  

Eine intensive Reinigung und Entschlackung der inneren Organe, eine Optimierung von Stoffwechselabläufen, eine Stärkung des Immunsystems sowie die Umsetzung einer vernünftigen Ernährungsweise sind die Eckpfeiler einer erfolgreichen Behandlung. 

Da Diabetes fast immer auf dem Boden einer konstitutionellen Schwäche entsteht, werden auch sogenannte Konstitutionsmittel verabreicht, sowohl aus dem Ayurveda wie auch der klassischen Homöopathie.

 

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