Rohkosternährung

Lieber Dr. Switzer ! 

Sie haben die Vorteile/Probleme einer Rohkosternährung brillant aufgezeigt!

Ich selbst bin 2003 im Alter von 25 Jahren auf 100 Prozent Rohkost umgestiegen, nachdem ich jahrelang nach einem Weg zu einem beschwerdefreien, glücklichen Leben gesucht habe.

Ich litt zuvor unter teilweise starken Depressionen und Antriebslosigkeit, hatte auch Asthma und einige Allergien.

Ich glaubte zu wissen, dass Medikamente oder die Schulmedizin im Allgemeinen diesen Zustand der Energielosigkeit nicht beheben können, da sie nicht die Ursachen angehen.

Ich habe mich regelrecht eingeigelt in meiner Wohnung und traute mich oft nicht vor die Tür, weil ich auch einige Komplexe hatte. Meine bisherige Ernährung basierte auf viel erhitztem Fleisch, erhitztem Fett, Nudeln und Milchprodukten.

Irgendwann im April 2003 stieß ich auf das Instinkto-Rohkostforum und mir leuchtete sofort ein, dass hier eine ganz tiefgreifende Wahrheit verborgen sein musste. Die rohe Ernährungsweise erschien mir so logisch und geradezu genial.

Ich bin sofort umgestiegen, zu 100 Prozent.

Ich habe mich instinktiv ernährt, unter Beachtung der Sperre, und bestellte bald mein erstes Paket bei Passion4fruit mit einer Frucht, die ich nicht kannte. Das war eine Sapote Amarillo. Ich weiß das noch genau, weil mir beim Verzehr dieser Frucht so ein Wohlgefühl durch den ganzen Körper ging, dass ich einfach nur weinen musste vor Freude und Dankbarkeit.

So etwas habe ich noch nie erlebt. Die Frucht fühlte sich auch noch gut an, als sie schon im Magen war! Gleichzeitig lichtete sich nach und nach dieser Schleier, diese Schwärze, die mich so umgaben.

Ich ahnte, dass es jetzt wieder losging, das Leben, dass ich wieder rausgehen und einfach machen konnte, was mir Freude bereitet. Es war, als ob in meinem Kopf die Sonne aufging. Schon nach ein paar Tagen zog ich meine Turnschuhe an und ging in den Park joggen, das hätte ich mich zuvor kaum getraut. Welch eine Leichtigkeit des Seins!

Es lief nicht gleich alles so rund mit der neuen Ernährung wie in der Theorie:

hin und wieder überzog ich mit leckeren Orkos-Datteln und stopfte mich mit denen voll. Ich habe eigentlich gemerkt, wann ich hätte aufhören sollen, doch das Loch im Magen war wohl durch die anfängliche Entgiftung zu groß. Dennoch hatte ich mich noch nie so gut in meinem Leben gefühlt.

ich aß zunächst viel Obst, wenig Gemüse und viele Nüsse, tierische Produkte in den ersten Monaten nicht. Doch schon bald ergänzte ich die Auswahl durch wenige rohe tierische Produkte. Aber dazu musste ich mich meist überwinden. Ich habe als Instinkto alles einzeln gegessen. Aber ich griff selten zu Gemüse, weil es mir „hart" und „langweilig" erschien gegenüber dem aufregenden Obst. Das war mein Fehler. Doch ich würde nicht sagen, dass ich keine Sättigung dadurch verspürte. Abends aß ich viele Nüsse, so eine Nussmahlzeit konnten 500 g Nüsse sein. So hat mein Körper wohl die nötigen Mineralstoffe erhalten, gelegentlich gab es auch Eier und Fleisch. Das Gemüse (rohes Getreide probierte ich auch nicht)d urch Nüsse zu ersetzen ist nicht der Weisheit letzter Schluss: durch das viele Eiweiß ging mein Harnsäurewert auf einen Wert über dem Normbereich. Bis 2006 habe ich diese Form der Rohkost praktiziert. Mit jedem Jahr sah ich besser aus, hatte mehr Vitalität und sehr viel Lebensfreude.

Ich habe in jenem Jahr, seit Juni 2006, aus Glaubensgründen auf tierische Produkte verzichtet, dafür mal gerne mit meiner späteren Frau gemischte Salate gegessen und auch gelegentlich rohes Getreide als Essener Brot oder Frischkornbrei verzehrt. Mein Rohkostanteil war nach wie vor 100 Prozent, (aber nicht mehr instinktiv).

Nach einem Jahr ließ meine Kraft nach. Meine Vorgesetzten in der Arbeit bemerkten, dass meine Motivation nachgelassen hatte. Ich selbst habe es nicht bemerkt, es war wohl ein schleichender Prozess. Ich merkte aber, dass ich weniger Kraft hatte auf die Berge zu gehen (2004 bis 2006 bin ich auf den Karwendel gejoggt !!).

So testete ich im April 2007 meinen Vit. B12 und meinen Homocystein- Wert:

Vitamin B12 war nur noch bei 101 pg/ml, der Richtwert ist ab 200, der Homocystein-Wert aber bei 26,6 umol/l, mehr als das Doppelte über dem Richtwert von 12 umol/l!

So genoss ich (und meine Frau auch) dann sehr viel Lachs in den kommenden Monaten, Rohmilchkäse und Eier sowie Vitamin-B12-Spritzen. Dann kam auch die Kraft wieder zurück.

Im letzten Jahr habe ich auch nicht mehr 100 Prozent Rohkost gegessen, die letzten Monate so ca. 90 Prozent

Mein Ideal ist sicher eine 100 prozentige Rohkost unter Einbeziehung von mehr Gemüse und tierischen Produkten.

Mit freundlichen Grüßen,

F.T.

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