Maroni-Porridge

Beginnen Sie den Tag ohne Gluten, welches in Brot, Müsli und sogar Haferflocken reichlich vorkommt. Warum die Darmschleimhäute mit Gluten verkleben, wenn es etwas Leckeres wie die Esskastanien gibt? Anstelle von Müsli ist dieser Porridge sehr bekömmlich und wirkt auch basisch. Er enthält kein Gluten-Klebereiweiß und keine Phytinsäure, die in fast allen Getreidesorten zu finden ist. Der Porridge ist sehr nahrhaft und wird vom Darm besser assimiliert als Stärke aus Getreide. Die Sättigung hält wesentlich länger an – auch für Diabetiker ein tolles Gericht. Er kann auch als Nachtisch zubereitet werden, z.B. mit Himbeeren.

Vor allem die Wirkung der Esskastanie auf die Seele ist mir aufgefallen. Sie kann Trauer, Angst, Kummer und Verzweiflung auflösen. Sie gibt auch mentale Schubkraft und macht neugierig auf das Leben. Verbindet man die Esskastanien mit Brennnesseln, potenziert sich die Wirkung. Die Brennnesseln verleihen noch zusätzliche Standhaftigkeit und Lebensmut, selbst in schwierigen Situationen. Das wäre mein Rezept für Menschen, die unter seelischem Kummer und Sorgen leiden.

Frau Schaller von der Firma Naturgaben ist es zu verdanken, dass es heute ein Rohkost-Wildwuchs-Edelkastanienpulver auf dem Markt gibt. Aus diesem Pulver kann man eine Milch mixen oder einen Porridge aufkochen. Das Ganze wird dann mit etwas Mandelmus und Zimt veredelt.

Ein warmer Maroni-Porridge ist das Rezept für Menschen, die unter einer Vata-Störung mit innerer Unruhe, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen, Stress, Burn-out etc. leiden. Vor allem für Menschen, die unbedingt etwas Warmes im Bauch brauchen und die mit Rohkost nicht klarkommen, ist der Porridge eine große Hilfe. Weil man ihn nur kurz aufkocht (sobald sich die ersten Blasen bilden, wird er vom Herd genommen), kann kein Stärke-Kleister entstehen. Insofern erhält man quasi ein warmes Rohkost-Gericht, welches eine Fülle von Nährstoffen liefert, die durch Kochen nicht zerstört wurden.

Mein persönliches Frühstück sieht oft wie folgt aus: morgens eine grüne Limonade aus Ackerschachtelhalm, Zitronensaft und Stevia-Süßblattkonzentrat, gefolgt von Beeren gemischt mit einem Esskastanien-Porridge und Mandelmus. Dazu eine Handvoll Wildkräuter wie der Gundermann. Damit komme ich bis abends ohne Zwischenmahlzeit oder Mittagessen aus. Der Energiegewinn nach einer solchen Mahlzeit ist enorm.

Zutaten:

30 g Kastanien-Pulver

200 ml Reis- oder Mandelmilch (Drogeriemarkt oder Reformhaus)

1 Teelöffel Zimt

2 Esslöffel Mandelmus

einige Rosinen oder Kokos-Chips bzw. -raspel

Die beste (Rohkost-)Qualität beim Kastanien-Pulver erhält man von der Firma Naturgaben von wild wachsenden Kastanien aus den südlichen Alpen.

Kurz aufkochen, bis der Brei die ersten Blasen bildet, dann vom Feuer nehmen (Dauer ca. 3 Minuten). Nicht zu lange kochen, sonst kann Stärke-Kleister entstehen! Dazu Zimt, Mandelmus und Rosinen oder Kokos-Chips bzw. -raspel geben.

Wildkräuter-Variante:

2 Tassen Brennnesseln oder Melde können klein geschnitten und mitgekocht werden. Der weiße Gänsefuß hat einen sehr angenehmen, nussartigen Geschmack und schmeckt nicht bitter. Oder man gibt Brennnesselblätter dazu. Die Blätter können vorher auch zusammen mit der Reis- oder Mandelmilch püriert und kurz mitgekocht werden.

Ernährungsprinzip:

Kastanien oder Maroni enthalten eine Fülle an wichtigen Nährstoffen, ähnlich wie Nüsse. Der große Unterschied zu Mandeln, Haselnüssen und Co.: Statt bei 50 bis 70 Prozent liegt ihr Fettanteil nur bei ca. drei bis vier Prozent! Dadurch erhält man ein schmackhaftes Gericht mit nur wenigen Kalorien und trotzdem einer enormen Sättigung.

Kastanien beeinflussen auch den Blutzuckerspiegel kaum, sogar Diabetiker können sie essen.

Als Brei für Säuglinge ist der Maroni-Porridge besonders wertvoll, viel besser als die Einheitsbreie der Industrie.

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